Euskal Herrian (Im Baskenland)


So, nachdem wir nun gestern bei unserer finalen Basis-Station in Zumaia eintrafen und es gerade in Strömen regnet und wir eigentlich mitten in der Wolke sind, kann ich dann auch gleich mal Blog schreiben…

Die 1. Nacht im Baskenland verbrachten wir in San Sebastian. Wer einmal dort sein sollte – Hotel Nicol’s (http://www.hotelnicols.com/) ist ein wenig außerhalb der Stadt auf einem Hügel, von außen recht ruhig, innen typisch spanisch, aber nett und gemütlich. Typisch spanisch, bevor hier die Rückfragen kommen, soll heißen: nicht Trittschall-isoliert, ruhig von 01:30 – 08:00, dann kann man alle sozialen Aktivitäten der direkten Nachbarn und lautere der indirekten Nachbarn 1. und 2. Grades wunderbar mitbekommen. Soll heißen, dass Aufklärungsgespräche bei Kindern eher deskriptiven Beschreibungen des Mit-Gehörten gleichkommen Zwinkerndes Smiley

Die Stadt selber wird ja von vielen als “so toll”, “ganz super”, etc. gepriesen… Nun gut, der Geschmack ist verschieden, aber wir fanden Sie zwar interessant, aber eher als lebendes Museum oder Zombie, der immer wieder versucht einen neuen Weg zu finden. Sicherlich gibt es prachtvolle Bauten, aber eben nichts dahinter – es fehlt das “normale” Leben der Stadt, die kleinen Läden, die normalen Menschen.  Eigentlich fast nur Touristen und Leute, die raus wollen – wie eine klassische englische Küstenstadt…

DSCF8493

Dazu dann die Piers

DSCF8494

und die etwas schrulligen Menschen, denen definitiv bei 15° zu warm ist…

DSCF8511

Auch gibt es natürlich das Kur-Orchester mit der Polka

DSCF8507

Und der Schutz des Eigentums beginnt schon früh!

DSCF8502

Ob es ein Hotel oder Verwaltungsgebäude war, konnten wir nicht genau klären – ich denke eher eine Unterkunft…

DSCF8505

Das Essen, welches ein weiterer berühmter Punkt ist, stellt dann eine weitere Herausforderung dar (zumindest an einem Samstagabend, was aber unser Problemchen war)… Entweder man ist bereit >= 40 € / Person (bis 90 € ohne Probleme) für ein Menü zu zahlen, dessen Qualität ich nicht wirklich als angemessen empfinden würde, oder aber man schlägt sich in den x Bars, die alle Pinchos servieren, zusammen mit x anderen Leuten, herum und versucht einigermaßen ein Plätzchen zu erhaschen und den Pincho zu vernaschen… DSCF8498

Man merkt, dass das irgendwie nicht unser Ding ist – auch in Irland, etc. vermieden wir es immer, wenn alle anderen weggehen, auch das Gleiche zu machen. Nun gut… Wir fanden dann zum guten Schluss einen netten Platz mit viel jungen ((fast) nur lokalen Menschen) und hatten doch noch etwas Schönes. Den Pincho genossen wir dann am nächsten Tag mittags (die gibt es immer – morgens, mittags, abends) bei einem netten Gläschen in aller Ruhe.

DSCF8496

Lecker sind sie ja schon, die kleinen Brötchen mit den diversesten Sorten Belag…

DSCF8501

Wie dumm nur, dass jedes wohl zwischen 500 – 1500 Kalorien haben muss… (ungelogen – bei der Mayo, dem Käse, etc.)

Nun gut – wir fuhren dann weg und die Küste entlang auf der Suche nach dem schönen Baskenland. Aber irgendwie war das eigentlich mehr erschreckend… Alles mit kleinen unansehnlichen Städtchen gepflastert, die je weiter man von San Sebastian weggeht, immer mehr eine kommunistische Bauform annahmen (quadratisch, praktisch, hoch, unpersönlich). Spannend… Sehr zweckmäßig aber überhaupt nicht lieblich oder schön. Nun gut – ist so… Werden wir einfach das Hinterland entdecken, das soll ja wirklich toll sein!

Am Abend dann noch ein kleiner Ausflug in einer Kleinstadt (Getaria) mit dem Besuch einer klassischen baskischen Kneipe… Hmmm… Ich hatte ein Problem hier Spanisch zu sprechen, wurde aber weder geteert noch gefedert.

DSCF8513

Man beachte insbesondere die irische Trommel…

DSCF8513

Man fühlt sich dann schon ein klein wenig deplatziert…

Das ist leider auch unser genereller Eindruck von der Bewegung im Land. Man will sehr stark zurück – die Frage ist nur wohin… Es läuft eigentlich immer auf eine Rückbesinnung auf Altes hinaus – einen Eindruck, dass man irgendwo zu etwas Neuem aufbrechen will, können wir leider bisher nicht entdecken. Ist irgendwie so eine “Dagegen”-Mentalität (und viele Basken sind auch nicht sonderlich davon begeistert – insbesondere die, welche woanders waren…).

Nun gut – Ihr Land, Ihr Glück, Ihr Weg… Unserer führte uns zu unserem Apartment, welches oberhalb von Zumaia auf einem Hügel liegt (daher auch “in der Wolke”) mit gigantischem Blick und wirklich schöner Ruhe. Wer einmal hier ist: www.agroturismosantaklara.com

Das Besondere ist halt, dass hier der Geopark beginnt und die Gesteinsformation, die hier vorzufinden ist, der Flysch, ist wirklich grandios. Wir müssen noch ein wenig warten (Ebbe ahoi – gerade ist Flut), aber sieht toll aus!

Von unserem Hügelchen aus kann man wirklich weit herumsehen (und wie man sieht, war es auch ziemlich windig)

DSC_9850

Dies ist ein HDR-Bild der Küste, wie wir sie sehen (könnten, wenn die Wolke weg wäre Zwinkerndes Smiley)

DSC_9857_HDR

Das Wolkenloch war schon hochgradig dramatisch.

Am Zaun entlang zu neuen Blicken

DSC_9868

Mit Blicken, die in die Ferne schweifen

DSC_9879

Das ist wirklich schön und entschädigt für Alles!!

DSC_9872

unten sieht man dann auch schon den Flysch aus dem Wasser kommen…

DSC_9874

So, heute fahren wir – da es den ganzen Tag regnen soll – in die Buchenwälder von Urkiola – muss bei dem Wetter eine ganz eigene Stimmung sein Zwinkerndes Smiley

Morgen dann die Küste abwandern und Mittwoch wohl, es soll wieder gruseliges Wetter sein, nach Bilbao ins Guggenheim-Museum.

Kategorien:Spanien

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: