Eine Seefahrt, die ist lustig…


Hurra – wir sind an Land angekommen und es gibt erst einmal kein Schiff! Nichts gegen Schiffe im Allgemeinen und auch dieses besondere; auch nichts gegen die Überfahrt selber – das Meer war äußerst anständig mit den Wellen und der Wind war auch nicht zu unseren Ungunsten. Dass die Kabinen, wie eben in Skandinavien gerontologisch gerecht mit ca. 26° klimatisiert werden ist leider so und kann man dann auch irgendwann nicht mehr ändern… Aber… Das Grauen kam in den Färöern an Bord in Form von ca. 750 Teilnehmern des jährlich stattfindenden “Harmonika-Festivals”. Da fahren die Leute wirklich von Torshavn nach Hirtshals und direkt wieder zurück, geben sich 3 Tage so richtig die Kante und terrorisieren mit Rauchen überall, einem Sonderangebot mit doch recht ordentlich bis kaum noch lauffähigen Besoffener und dem Verdrängen sämtlicher nicht Schunkel-, Mitsing- und Volksmusik die übrigen Gäste. Nun gut, es war nicht wirklich so super-extrem, aber genervt hat es schon. Wenn man so gar nicht mehr an Deck kann ohne dass man durch alten Rauch seinen Weg wabernd ziehen muss, dann macht das nicht wirklich Spaß… Aber meine penetrante Beschwerde beim F&B-Manager brachte uns immerhin eine erkleckliche Menge an Gutscheinen für Getränke ein, so dass wir das dann etwas “abgerundet” betrachteten (hicks…) Strebersmiley.

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Am Anfang ist das ja noch Alles recht zivil und nett – nach 2 Nächten ändert sich allerdings sowohl Stimmung als auch Erscheinungsbild der Gäste Zwinkerndes Smiley

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Anthropologisch (im Sinne der kleinen Bevölkerungsgruppe der Färöern, von denen wir ja immerhin fast 3% an Bord hatten…) auf jeden Fall eine Besonderheit und sehr interessant – für uns eher eine Szene aus “Wehe wenn sie losgelassen”. Aber wer auf den Färöern lebt, der hat genug Probleme und ist doch ein wenig “bestraft”, da es dort halt gar nichts anderes gibt, da sei es den Leuten gegönnt. Wäre nur schön gewesen, wenn uns jemand vorgewarnt hätte Fledermaus

Auf jeden Fall gut angekommen, durch Dänemark durchgefahren und dann so kurz vor Hamburg – natürlich am Samstagabend so um 18:45 festgestellt, dass beide Gasflaschen ohne Warnung, ohne Hinweis einfach so leer sind… Wir haben zwar einen Warnknopf in der Küche, aber der hat wohl eine noch zu definierende Bedeutung. Also erst einmal Stress angesagt, woher bekommt man Gasflaschen? Zum Glück wusste ein stadtbekannter Herumsteher an der Tankstelle doch noch den Weg zu einem Baumarkt und dort – Freude schöner Götterfunken – gab es das erwünschte Elixier.  Jetzt kann der Kühlschrank wieder vernünftig arbeiten (auch ohne externen Strom) und wir müssen unser Schweinefilet – trotz unserer Vorliebe für Sushi und Sashimi – eben nicht roh verspeisen.

Heute geht es über Osnabrück weiter Richtung Loire-Mündung am Atlantik, da wir dann von dort – dann aber viel mit Fahrrad und zu Fuß – die Schlösser der Loire für uns entdecken wollen. Ich kenne Sie ja noch von vor (nein, das ist jetzt peinlich zu sagen Zwinkerndes Smiley) xxx Jahren, aber für Ursi ist das neu. Also freuen wir uns drauf!

Kategorien:Island

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