Unterwegs auf den Färöer


Die Färöer sind ja eine recht kleine Inselgruppe mit 2 Primärinseln und weiteren 16 außen herum gelagerten, wobei 2 davon über Tunnel (unter dem Meer) erreichbar sind und der Rest über Fähren. Da das alles recht kostenintensiv ist (Tunnel-Maut liegt bei ca. 50 €), haben wir uns für die Ausflüge auf die beiden primären Inseln Streymoy (wo auch die Hauptstadt Thorshavn liegt) und Eysturoy (über eine Brücke verbunden) beschränkt. Da das Wetter auch nicht gerade so prickelnd ist (nun gut – normal für hier), ist das sicherlich keine schlechte Wahl. So sieht man etwas, bleibt trocken und fährt nicht zu lange (es gibt in Summe auf beiden Inseln so 400 km Straße).

Bevor es allerdings aus Thorshavn losging, mussten wir erst noch die Stadt ansehen und gewissen Bedürfnissen nachgehen (Internet, etc.).

DSC_0626

Dies ist der Blick von der Fährenstelle hin auf die Altstadt. Wie man sieht ist es nett, (sehr, sehr) klein (ok, 18.000 Einwohner für die Hauptstadt…), aber nichts extrem besonders. Bezüglich der Größe muss man allerdings wissen, dass es hier auch Ortschaften mit 24, 19, oder 600 Einwohnern gibt (klar – in Summe gibt es auch nur 48.000 Menschen hier Zwinkerndes Smiley).

Zu den Notwendigkeiten in Torshavn zählte sicherlich auch ein Besuch im lokalen Aquarium, das zwar eigentlich geschlossen war, aber der Arbeiter meinte, er kann das Licht anmachen und dann war das dann auch kein Problem. Ist schon nett! Generell sind die Menschen hier recht eigenwillig – auf der einen Seite ziemlich hart und auch ein wenig grummelig, auf der anderen Seite sehr freundlich und nett. So unser Campingplatz-Inhaber. Bei der Ankunft ein wenig Grummel, Brummel, dann bei meiner Frage, ob wir ein wenig länger stehen können: “kein Problem, wir haben das hier mit Zeit nicht ganz so genau” Smiley

Also erst einmal ins Aquarium…

Ein kleiner Aal – sieht fast aus wie eine Seeschlange mit falschen Augen (in den Büchern von Robin Hobb werden Drachen daraus) Zwinkerndes Smiley

DSC_3136DSC_3143

Schollen sind sehr gut im Tarnen. Sie können dabei den Untergrund (so lange er natürlich ist – bei Schachbrettern gibt es Probleme für sie – ist nachgewiesen!) extrem gut imitieren

DSC_3137

Das Spiel heißt: “Finde die Scholle” – und sie hat keinen Sand auf sich!

DSC_3140

Was Einsiedlerkrebs

DSC_3155

Und hier ein kleiner Patriot auf den Barrikaden

DSC_3157

See-Anemonen gibt es auch

DSC_3161

und farbenfrohe Seeigel. Kulinarischer Tipp am Rande (allerdings von mir – Ursi ist hier nicht mehr ganz so begeistert) – wer mal die Chance hat so einen roh zu essen – als Sashimi oder Sushi – versucht es! Sieht ziemlich grenzwertig aus, riecht noch mehr, aber ein Geschmack – leckerCooles Smiley Ganz besonders (aber da sind wir beide auch ziemlich alleine) ist der Rogen vom Seeigel mit Vinaigrette oder mit Tabasco…

DSC_3164

Nochmals eine Scholle. Was bei diesem Fisch (wir dachten bisher ziemlich langweilig, aber weit gefehlt!) so interessant ist, sind vor allem die Augen. Jedes kann unabhängig vom anderen bewegt werden, so dass das fast schon wie ein Chamäleon aussieht. Auch muss man sich immer vor Augen halten, dass der Fisch ja eigentlich auf der Seite liegt und schwimmt. Wenn er ganz klein ist, dann schwimmt er ja ganz normal mit der breiten Seite aufrecht. Im laufe der Zeit dann dreht er sich immer mehr (jetzt 90°) und ein Auge wandert auf die andere Seite. Daher ist auch der Mund nicht horizontal sondern vertikal.

Was wir allerdings nicht wussten ist, dass die sich auch – wie eine Kobra – aufstellen können

DSC_3167

Schau mir in die Augen Kleines

DSC_3169

Etwas wie eine Seegurke… Noch ein kulinarischer Tipp (ok, ok, ja – wir essen fast alles, was nicht zu intelligent ist, respektive schnell genug weglief): Die wird in Asien (Thailand, China) gerne frittiert / sautiert / geschmort gegessen. Sieht wieder grenzwertig aus, schmeckt aber lecker – gut, selber hat sie keinen großen Geschmack, aber sie gibt der Sauce eine tolle Konsistenz und die schmeckt dafür Smiley

DSC_3171

Eine witzige Krabbenform

DSC_3172

Ein süßer Oktopus, der sich verstecken wollte Trauriges Smiley Oktopusse kommunizieren ja über Farben und drücken ihre Stimmungen aus, wohingegen Schollen diese nur zur Tarnung verwenden. Sie sind generell sehr intelligent und können auch recht komplizierte Rätsel lösen, erkennen Menschengesichter etc. wobei das einzige wirkliche Problem darin besteht, dass sie das Wissen nicht an die nächste Generation weitergeben. So kann keine echte Akkumulation entstehen und jede Iteration muss neu lernen. Wenn man sich die Menschheit anschaut, erscheint mir das beim Homo Sapiens Sapiens allerdings auch stellenweise der Fall zu sein – ob Oktopusse auch degenerieren?

DSC_3174

Dieser wurde so langsam aber sichtlich genervt durch unsere Präsenz, was auch an der Kamera liegen kann, da diese, wie ich schon mehrfach gemerkt habe, insbesondere Fische recht stark stört. Liegt zum einen am Infrarot-Licht, welches zur Ausleuchtung und Ausmessung der Tiefenschärfe verwendet wird (scharfstellen), als auch an den Ultraschallmotoren im Objektiv selber. Mal sehen, was passieren würde, wenn ich das Licht abschalte und manuell scharf stelle…

DSC_3176

It’s alive

DSC_3180

Stilleben mit Jakobsmuschel, Brasse (hoffen wir mal…), Seeigel und Blatt

DSC_3181

Schaut irgendwie fies

DSC_3182

Der Steinbeißer (englisch Monkfish) hatte sich auch hinter die abgesetzte Platte zurückgezogen und wir brauchten eine Weile ihn zu finden. Na der bräuchte auch einen guten Kieferorthopäden bei den Beißerchen, so was von Schiefstellung…

DSC_3188

Auch eine Form von Muschel

DSC_3193

Irgendwie sieht die Scholle furchtbar fies aus – so richtig bedrohend und insistierend…

DSC_3200

Es ist kein leichtes Leben für einen Einsiedlerkrebs

DSC_3206

Jetzt sehen die aber so richtig fies aus

DSC_3208

Die Scholle pickte immer an den Algen auf der Muschel und der rote am Krebs selber rum. Armes Ding!

DSC_3210

Wieder draußen ging es dann los – wie man sieht war es recht trübe, aber das dürfte so ziemlich normal sein. Es ist sehr grün, recht moderates Klima (mitten im Golfstrom), aber wohl selten so wenig Wind wie gerade.

Installation: “the end of all communication”

DSC_3215

Tja, wo viel Wasser ist, muss viel runterkommen…

DSC_3222

Wunderschöne Landschaften mit einer tollen Dramatik

DSC_3225-Bearbeitet

Auch in Farbe nochmals Zwinkerndes Smiley

DSC_3225-Bearbeitet-2

Überall kleine Häfchen für die Fischer

DSC_3232

Und Fischbeobachter Zwinkerndes Smiley

DSC_3233

Die Fjorde sind schon sehr weit und majestätisch

DSC_3236

Wetterspiele

DSC_3239

Innerhalb von Sekunden ändert sich Licht, Stimmung und Gefühl

DSC_3241

Auch nochmals in S/W

DSC_3242-Bearbeitet

Nachdem wir dann im Norden von Streymoy entschieden, dass der Campingplatz dort (auf den Färöer darf man explizit nur auf Camping-Plätzen stehen) wirklich absolut öde ist, entschieden wir uns nach Eysturoy zu fahren, wo wir dann zu guter Letzt dann hier endeten (auf einem Parkplatz hinter der Sporthalle):

DSC_3247

Nicht sehr spannend, aber absolut gerade Zwinkerndes Smiley und auch mit Strom… An sich eine coole Sache!

Kategorien:Island

1 Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: