Goodbye New Zealand


So, jetzt sitzen wir im Flieger von Auckland nach Los Angeles und genießen noch einmal abschließend die leckeren (ja, durchaus – man muss nur wissen, welche) Weine und resümieren, was uns denn so alles gefallen und nicht gefallen hat. Also generell ist das Land ja schon toll – viel Natur, viel Landschaft, viel Nichts. Auf der anderen Seite viel Nichts, wenig Kultur, wenig Bildung, viele sehr, sehr einfache Menschen und das gleiche, was es so oft auf der Welt gibt; dieses “Nicht über den Tellerrand schauen”, was die Anderen machen und wie. Zugegeben nicht so oft wie in anderen Ländern, die wir kennen, aber eben schon sehr oft. Man versucht eben “sein Ding” zu machen – ist ja legitim, aber stellenweise nervig. Aber was soll es…

Es war wunderschön, die Menschen sind wirklich freundlich und es ist sehr einfach hier zurecht zu kommen. Leben wollten wir nicht wirklich hier, da es schon sehr, sehr wenig gibt (wenn man Kultur will) und das “einfach nur leben” ist auf Dauer doch ein wenig wenig.

Auch denken wir, dass das Land in einer ähnlich gefährlichen Spirale wie Irland (bis 2007…) ist. Vieles ist sündhaft teuer (insbesondere Land und Häuser) – dies in keiner Relation zur verfügbaren Fläche und Bevölkerung – so dass viele Menschen sich das nicht mehr wirklich leisten können. Auf der anderen Seite hinken die Einkommen aber ein wenig hinterher, so dass das Gefälle immer schräger wird. Ob das auf Dauer so gutgeht mit dem ewigen Wachstum wagen wir zu bezweifeln, da ja auch andere das wollen und Neuseeland exportiert primär Agrarprodukte (früher Schafe und Wolle, heute Wein, Obst, Gemüse, Fleisch, etc.). Der Tourismus schein ein wenig schwächer geworden zu sein – zumindest hatten wir nie Probleme irgendwo ein Plätzchen zu finden; und wir haben Hauptsaison. Die meisten Plätze waren von moderat bis gähnend leer. Aber mal sehen; das mag auch an der Krise im Rest der Welt liegen, da Menschen dann einfach nicht reisen.

Interessant war auf jeden Fall auch, dass die meisten Ausländer die kommerziellen Plätze ansteuern; je mehr Natur, desto weniger Ausländer Smiley Komisch… Aber uns ganz recht. Scheinbar suchen die Leute etwas anderes und mehr “Sicherheit” oder “Komfort”? Strom ist ja nett und für den Fernseher wichtig, aber ob ich das wirklich brauche, wenn ich in NZ bin? Egal – wir haben die Ruhe und die Leute das, was sie wollen Cooles Smiley

Generell sieht es auch so aus, als ob deutlich mehr Touristen in den Süden ziehen, als den Norden zu erkunden. Auf jeden Fall sah man “unten” deutlich mehr Camper, obwohl auch im Norden vieles echt toll ist. Sicherlich ist der Süden wilder, rauer und uriger, aber es gibt auch im Norden sehr viel zu entdecken und es ist eben deutlich “eingewachsener” als im Süden, wo es oftmals (Queenstown…) eine Art von Goldgräberstimmung (“wir nehmen die Touris aus…”) gibt. Im Norden sind auch deutlich mehr Kiwis selbst unterwegs, was das Angebot immer recht angenehm nivelliert und zu einem guten Standard führt.

Nach in Summe 5800 km (wir sind selber erschrocken…) muss man echt folgendes sagen:

  • Süd und Nord sind toll
  • viel Zeit mitnehmen, oder aber bei 4 Wochen nur eine Insel machen
  • zwischen Nord und Süd ist ein Flug eigentlich fast die bessere Option. Die Einwegmiete von 350 NZ$ + Fähre sind mehr als die Flüge und die Fahrt ist schon recht öde (insbesondere im Süden der Nordinsel)

Ein weiterer Punkt ist die Reisezeit. Scheinbar ist es zwischen März und September totenstill – eben Winter. Allerdings nicht wirklich, da die meisten Dinge noch recht gut machbar sind – mit der Ausnahme der Berge vielleicht. Im Mai kann man scheinbar ganz toll in der Mitte der Südinsel wandern. Generell ist es wohl recht trocken und vor allem nicht so warm. Touristen gibt es keine und die Preise sind unten Smiley Also das nächste Mal wird es in der “Winter”-Zeit in NZ sein und dann wieder Süd und Nord, da es noch einiges gibt, was wir sehen wollen. Aber eben erst in ein paar Jährchen….

Jetzt geht es erst einmal den nächsten Abenteuern Südkalifornien, Nevada, New Mexico und Utah und danach Costa Rica entgegen…

Kategorien:Neuseeland

3 Kommentare

  1. If you make it to SF, don’t forget to drop by for a cup of tea 🙂 good luck with your next continent!

  2. Laimígu cel,u! Gaidam Írijá!

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