Mit dem Makro unterwegs…


Vorsicht… Dieser Artikel ist ein wenig technisch und eher an Leute gerichtet, die mit Fotografie an sich etwas anfangen – also nicht nur anschauen wollen… Ihr seit gewarnt Zwinkerndes Smiley 

Beim Fotografieren mit Makro kommt man immer wieder mit einem klassischen Problem – der Tiefenschärfe – in Berührung. Auf der einen Seite will man ja erreichen, dass das Haupt-Objekt möglichst klar und alleine dargestellt wird (also der Hintergrund weich und verschwommen ist), was eine große Blende (2,8 klassischerweise) erfordert. Auf der anderen Seite braucht man aber auch bei etwas größeren Objekten die Tiefe, da bei 2,8 der “scharfe” Bereich so ca. 1,5mm sind – alles darüber hinaus wird schon unscharf, was dann wiederum eine sehr kleine Blende voraussetzt – klassischerweise 16, 22 oder sogar noch mehr. Dann wird aber stellenweise auch der Hintergrund wieder scharf…

Um das zu verdeutlichen mal eine Blume mit Blende 2,8 – man sieht, dass nur der ganz linke Rand der oberen Blüte scharf ist (der am nächsten zur Kamera ist). Alles andere ist unscharf (wie gesagt – Tiefenschärfe ca. 1,5mm)

DU0E7558

Das gleiche Objekt (anderer Winkel allerdings) mit Blende 16… Jetzt ist die Tiefenschärfe so ca. 2cm, daher sind dann auch die Blüten gesamt scharf, aber eben auch Teile des Hintergrundes (werden zumindest strukturell sichtbar). Im konkreten Fall vielleicht erwünscht und schön, generell aber eher nicht…

DU0E7381_thumb[1]

Ich habe dann, um genau den gewünschten Effekt zu erreichen (Blume scharf, Hintergrund weich) mit einer besonderen Software (Helios Focus) einfach eine Serie von 40 Einzelbildern, die mit einem Schlitten gemacht wurden (jedes mit Blende 2,8, aber eben ein kleines Stückchen weiter als das vorherige), zusammenrechnen lassen.

Das Ergebnis kommt dann dem, was ich erreichen wollte, schon sehr nahe:

11-12-06_181231_M=A_R=1_S=3_thumb[2]

Der einzige “Schönheitsfehler” ist noch, dass durch den leichten Wind die Blütenblätter etwas gezittert haben, so dass man am linken Rand der unteren Blüte einen leichten Schatten sieht und auch der Rand nicht gestochen scharf ist. Aber das ist dann lässlich und kann akzeptiert werden Zwinkerndes Smiley

Jetzt mag man sich fragen, warum man sich überhaupt die Mühe macht, wenn das doch auch mit einer Blende von 16 oder 22 lösbar wäre (siehe mittleres Bild). Ganz einfach – wenn das Objekt (große Blüte…) größer (tiefer) als die Tiefenschärfe wird (also 2cm), dann klappt das nicht mehr. Und 2cm sind nicht wirklich viel für die meisten Blumen… Daher bleibt also das Problem bestehen und demzufolge sind solche Überlegungen durchaus realistisch – für den, der sich damit beschäftigen möchte Smiley

So sah übrigens der “Versuchsaufbau” aus…

L1011803

Kategorien:Uncategorized

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