Goodbye Philippines


So, da es morgen endgültig vorbei mit unserem Aufenthalt hier ist, und heute auch nur noch die Reise nach Manila mit Übernachtung dort ansteht, anbei ein paar abschließende Gedanken mit der Träne im Knopfloch.

Schön war es hier – wirklich wunderschön. Das Land ist toll, die Menschen extrem freundlich und nett und “value for money” ist absolut klasse. Sicherlich funktioniert vieles nicht oder anders, aber mit Freundlichkeit und einem Lächeln wird das Alles immer wieder kompensiert. Hier gibt es kein “Power-Selling” der Verkäufer; man bietet an, nimmt aber auch das “No. Thank You” gut entgegen und lächelt – nix “Hello; Duck…” wie in China. Dann auch die Sprache – herrlich. Man kann sich verständigen Smiley Extrem viele Menschen (auch auf dem Land und auch sehr, sehr einfach lebende Menschen) sprechen sehr gut Englisch, da die Schulausbildung sehr gut zu sein scheint. Es gibt sowohl viele Schulen (wirklich im kleinsten Kaff), aber eben auch die weiterführende Ausbildung mit High School, Rural University, etc. ist sehr gut, was natürlich dazu führt, dass die Menschen viel wissen und sich auch ausdrücken können. Einfach angenehm eben! Es ist unendlich nützlich einen Polizisten (der auch eher Freund und Partner als Unterdrücker und Bestechungsnehmer ist) fragen zu können, wo denn der Weg ist und man bekommt klar verständlich Antwort. Natürlich wäre Tagalog (die 1. offizielle Sprache) noch eleganter, aber das ist eben auch (zum Glück für uns) auch eine “Kunstsprache”, so dass in vielen Teilen, die nicht direkt um Manila sind (woher Tagalog ursprünglich kommt), eben Englisch die Lingua Franca ist.

Generell gilt hier – sehr frei aus einem Bericht des Guardian übernommen – meist das  “Drink & Vegetate” statt eines “Drink Vegetables” des neuen Zeitgeistes. Sprich, wer hier Super-Aktivsport begehen möchte, Monstertouren plant, Luxus pur möchte, etc., der wird enttäuscht sein. Hier lebt man (klimaangepasst) gemütlich, man nimmt sich Zeit und man reist eben einfach(er). Sicher gibt es angenehmen Luxus (auch erschwinglich), aber eben mit Maß und Ziel und nicht zu exzessiv. Und das Reisen geht halt langsam, macht dann, wenn man sich entsprechend angepasst hat, aber auch viel Spaß Zwinkerndes Smiley

Vor allem die vorhandene Natur ist einfach toll. Hier ist wirklich noch viel da, was man direkt erleben kann – stellenweise muss man eben den lokalen Guide nehmen, da es nicht anders geht, aber das kostet nicht viel, der spricht Englisch und man hat seinen Spaß. Aufpassen muss man natürlich auch, da der Geschmack ein anderer ist – viele Touristen hier (insbesondere aus den USA) sehen das eher als Sex-Tourismusland und eine Art von “Ballermann”. Demzufolge sind natürlich auch die Angebote – aber wenn man etwas plant, dann klappt es prima.

Essen ist allerdings der einzige Punkt, den man vielleicht etwas mit Vorsicht genießen sollte Zwinkerndes Smiley Es ist nicht schlecht, es macht satt, es ist nahrhaft und die Portionen sind recht klein – soviel zum Guten… Es ist unendlich fett, kohlehydratbasiert, knoblauchversucht, sehr süß und meist ziemlich fade – das sind die schlechten Seiten… Also das meiste kann man gut kompensieren und gegen das Fade hilft Chili (die Philippinos schauen uns immer mitleidig an, wie wenn wir krank wären, wenn wir unsere Chili wollen…). Mit dem Süß ist das so eine Sache – wer gerne Schweinefleisch in Zucker gekocht mag – wohlan, der hat seinen Spaß… Oder pappsüße Desserts – unser Ding ist es nicht, aber man kann wie gesagt aussuchen Zwinkerndes Smiley Das mit dem Knoblauch allerdings ist dann wirklich eine Manie – ich glaube 90% aller Gerichte haben es – demzufolge essen wir eigentlich meist Steak oder gegrillten Fisch, das klappt. Zusammen mit Gemüse aus dem Wok mit Soja und Chile schmeckt das recht prima…

Also alles zusammen ein tolles Land. Wir kommen garantiert wieder, dann aber auch auf Cebu, noch mehr Luzon und andere Inseln, die viel Entdeckungsspielraum lassen. Es lohnt sich!

Kategorien:Philippinen

2 Kommentare

  1. Hallo Ihr Lieben

    nach so schönen Berichten über die Philippinen und dem Schlussbericht wird man ja auch fast traurig, zwecks Abreise. Ich habe es landschaftlich ebenso empfunden, Terassen, Berge und Farben. Aber auch die Ursprünglichkeit der Natur, neben den gewaltigen Bergen.

    Dennoch habe ich das Gefühl, dass Ihr auch sehr der mentalen Komponente nachtrauert. Vielleicht war das nach China ein Seelenbad?

    Liebe Grüße und Dank von Gerhard

    • Hallo Gerhard,

      die Philippinen waren für uns einfach Lebenslust und Lebensfreude pur. Dort war es einfach – fast uneingeschränkt – schön, liebenswert und vor allem wunderbar. Wir haben uns einfach wohlgefühlt, eben neben den netten Leuten auch die Sprachmöglichkeit und vor allem dieses „Unbedrückte“. Da war keinerlei Gefahr, Angst oder Problem zu spüren – auch in den ärmeren Bereichen nicht. Es ist einfach sehr angenehm und schön. Wie Du schon sagst, nach China (und auch ein wenig Japan) ein wunderbarer Gegensatz. Und im Bezug auf China gilt die alte Regel: eines verloren, eines gewonnen. Hier in dem Fall eben Reiseländer, wohin man will 😉

      Alles Liebe
      Michael

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