Xi’An (Palast und Terrakotta-Armee)


Der Ausflug gestern war ganz der Terrakotta Armee und dem Palast gewidmet, wobei der Sommerpalast eigentlich mehr durch Zufall ins Programm aufgenommen wurde… Eigentlich war ja geplant (und auch abgesprochen), dass wir nach der Armee mit dem Wagen (wir hatten uns einen mit Fahrer besorgt) noch in die Berge fahren, da die recht schön sind. Wie gesagt, geplant Realität war dann, dass der Fahrer meinte (gestikulierend, da natürlich 0 Englisch), dass wir nach Xi’An direkt zurückfahren, was natürlich meinen Protest auslöste – mein Wunsch nach “Shan-Ya” (in die Berge) hingegen vehement verneint wurde. Nun gut, wie das dann so läuft, ruft Fahrer im Hotel an, dann erkläre ich jemand was ich will (der das dann kaum versteht) und am Ende – nach ca. 5 Min hin und her – werden wir dann “gnadenhalber” zum Palast gefahren. Scheinbar hat der Wagen “keine Lizenz” in die Berge zu fahren. Was immer auch… Es war sowieso Smog, so dass man nichts sieht und der Palast war recht nett . Ist ja für den gemeinen Chinesen richtig wilde Natur – da sind Bäume, wenig Menschen, das kann man fast schon als einsam bezeichnen Was wir uns nur überlegt haben ist, wie würde wohl so ein Mensch reagieren, wenn man ihn so richtig in der Wildnis (Alaska…) mal rauslassen würde – Ursi meinte nur: “Alles aufessen, was da ist”

Aber egal – wir sind also zur Terrakotta-Armee gefahren, die in den 1970er Jahren durch einen Bauern zufällig beim Bohren eines Brunnens entdeckt wurde. Hintergrund hierzu ist, dass der Kaiser Qin (Thronbesteigung 246 v. Chr.) in 36 Jahren (mit 70,000 Arbeitern…) sich eine Armee und Mausoleum für das Nachleben schaffen ließ, die eben komplett ausgestattet war. Die Figuren sind alle individuell geformt (jede anders) und auch bemalt, sowie bewaffnet – inklusive Wagen, etc. Im Mausoleum selber dann entsprechend eigene Grabkammern für die 48 Konkubinen und die Arbeiter (aber das kennt man ja aus Ägypten…).

Ganz generell kann man sagen, dass das eine wirklich heftige Kommerz-Veranstaltung ist, da der Verkaufsbereich, bis man beim Ausgrabungsgelände ist, wohl größer ist, als die Ausgrabung selber. Das ist schon ziemlich erschreckend, wie das alles zugepflastert wurde. Nun gut – ist trotzdem interessant, aber ehrlich gesagt, wer die Wahl hat hierher zu kommen, sollte sich überlegen, das vielleicht in einem Buch anzuschauen. Ist fast schöner und nicht so teuer

Aber nun zur Geschichte…

Chinesen lieben Haustiere! Nicht alle allerdings aus sehr edlen Motiven – sie ergeben nämlich auch gute Felle; vor allem Schäferhunde und Katzen

Verkäufer für Alles und jeden Geschmack – hier Zuckerstränge (so ähnlich wie türkischer Honig)

Auch ist der gemeine Chinese für Kitsch jeglicher Form nicht gefeit und einem Flirt steht man auch nicht abneigend gegenüber

Die eigentliche Armee ist primär in Halle 1 (die größte) zu sehen – hier wird auch noch gegraben. Halle 2 und 3 sind dann auch noch aktiv, aber wohl weniger ergiebig.

Generell ist zwischen den Soldaten immer ein Wall aus Pfeilern (Holz) mit einem Dach drüber gewesen, worauf dann Erde gepackt wurde. Schade ist, dass man oftmals, wenn man näher ran wollte, noch zahlen muss (oder gar nicht hinkommt, da kein VIP)

Die Restaurierung ist sehr aufwendig

So sieht das in der Ausgrabung selber aus

Die Figuren sind alle individuell, daher nun einfach mal eine Menge an Eindrücken

Im Museum waren dann noch ein paar komplett restaurierte Kämpfer zu bewundern

Auch die Bronze-Gespanne (aus dem Mausoleum) waren wunderschön

Im Anschluss sind wir dann – wie oben geschrieben – zum Sommerpalast gefahren, der einfach so recht nett war.

Fischteiche…

Einfach etwas Ruhe

Und Spannendes aus der Vergangenheit

Die Natur nimmt wieder Besitz

Und natürlich ist Kitsch auch hier vorhanden…

Dieser Glücksknoten war dann schon spannend – vor allem notwendig bei der Fahrweise

So sieht das dann um 17:20 aus dem Fenster aus… Smog soweit das Auge blickt

Als Belohnung sind wir dann im Hotelrestaurant (welches sehr, sehr gut ist!) essen gewesen. Es sollte leicht sein… Sollte… – das war die Absicht… Es wurde interessant (wegen fremdartig), aber auch deftig. Ehrlich gesagt haben wir außer in Indien nie so deftig gegessen wie in China – nix leichte Küche. Das ist alles nur adaptiert – so wie Indisch und Japanisch auch in Deutschland ganz anders ist Aber nun zu den Gerichten (es werden übrigens immer alle zur gleichen Zeit serviert, so dass man mischen kann). Die eingelegte Qualle haben wir jetzt nicht fotografiert – die findet Ihr in einem anderen Blog

Liebstöckel mit Whitebait (kleine Fische frittiert)

Farn mit Mandeln in Essig / Chili / Öl – lecker!

Spinat frittiert mit Gänse-Leber und Pilzen – lecker, aber feeeeeettttttt….

Ziegen-Rachen und –Ohren gebraten mit Chili und Paprika – super!!!

Und jetzt das Highlight! Schmeckte (mir) sehr gut – aber war nahezu ungenießbar (Fett)… Blutsuppe mit Innereien vom Schwein und Aal – zum Reinlegen!

Ursi wollte noch einen kleine Quiz veranstalten, da wir dieses Stück aus der Suppe nicht identifizieren können… Darm?

Egal – wir haben es geschafft

Kategorien:China, Xi'An

2 Kommentare

  1. Bei dem vielen (und fetten) Essen, könnt Ihr denn euer Gewicht halten, oder treibt einem der Gedanke an die Waage die Schweißperlen auf die Stirn?

    • Hi Joe,

      hmmm… ja, das ist schon so eine Sache… Aber es gibt ja zum Glück Fitness in den Hotels und wir haben mittlerweile über den Sprachführer und ein paar Wörter herausgefunden, wie wir wenigstens mehr Gemüse und das auch gedämpft bekommen. Außerdem scheint es so zu sein, dass das fette Essen eine Besonderheit von Xi’An war – hier im Süden ist es jetzt (zum Glück) deutlich besser 🙂

      Alles Gute Michael

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