dOCUMENTA(13)


Jetzt habe ich ja gerade festgestellt, dass sage und schreibe bereits 5 Tage seit dem letzten Blog vergangen sind… Aber da wir nun friedlich im Flieger Richtung Seattle über dem Nordatlantik schweben, komme ich endlich dazu, Euch hier wieder auf den laufenden Stand zu bringen. Wie ja geschrieben, waren wir von Freunden zur dOCUMENTA(13) (das ist kein Schreibfehler – die haben das wirklich so Smiley) eingeladen und daher in Kassel auf dem Campingplatz. Was eine andere Welt als Kehl! Das sind absolut verschiedene Galaxien! Kassel ist so richtig unter netten ein wenig komischen Leuten – eben ein bisschen Freaks – zu sein, wo es einen Café gegen eine Spende für die “Kasseler Tafel” (ein Verein zu Unterstützung sozial Schwacher) gibt, man gebrauchte Bücher für einen Euro (oder mehr) bekommen kann und man noch richtig nett und gemütlich ist. Uns hat es auf jeden Fall gefallen! Besonders spannend war dann auch für unsere Freunde im Camper indisch zu kochen – ich meine die Küche ist ja recht groß, aber bei 6 Personen ist dann Alles gaaanz anders. Ist schon lustig, wenn man die Gäste bitten muss, dass sie doch das Geschirr für sich und einen Topf mitbringen Aber am Ende war alles lecker, viel zu viel (so dass wir am nächsten Tag für den Brunch auch noch etwas hatten) aber wunderschön Smiley!

Abends spazierten wir noch ein wenig in der Karlsaue, die direkt an den Campingplatz angrenzt und wirklich wunderschön ist…

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Dort gibt es viele spannende kleine Tierchen

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Nette Häuschen

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und man kann wirklich schön laufen hier und die Stimmung insbesondere abends ist auch toll

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An der Fulda dann fanden wir in einer der vielen kleinen Kneipen folgende süße Zeichnung

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Am nächsten Tag dann der Gegenbesuch zum gemütlichen Brunchen vor dem abendlichen Besuchsauftakt war dann auch ein Highlight und die Blumen vor unserer Freunde Haus waren so schön, dass wir da mal ein wenig den Sommer einfangen mussten

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Abends ging es dann zur dOCUMENTA, da es dort auch Abendkarten (17:00 – 20:00) gibt, wir unsere Tageskarte für den nächsten Tag nutzen wollten, aber auch ein wenig in Zeitnot waren, da ein Tag doch recht eng für alles ist. Es sind ja immerhin 7 Primärausstellungsbereiche und dann noch ca. 4-6 weitere (deutlich kleinere) mit weiteren verstreuten Installationen in den Parks. Also nicht wie los und besichtigen

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Zwischen Äpfeln…

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“The Lost Frontier”

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Das fällt dann in die Kategorie “are you nervous?”

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Einfach mal 10 Minuten drauf schauen Zwinkerndes Smiley

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Für mich eine der besten Installationen… Dem Ganzen habe ich innerlich den Titel: “Boden hat Wert” oder “das andere Gold” gegeben Strebersmiley

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Es gab verschiedenste Vorschläge für alternatives Geld

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Ein Bild einer Dreier-Serie und Ausschnitte daraus

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Eine Studie für eine Welt ohne Wasser und Lebensmittel, wo man durch Implantate seinen Eigenbedarf massiv regulieren kann und gleichzeitig Ausscheidungen recycelt werden. Dazu dann noch 2 Filme machten das Ganze recht spannend aber auch extrem erschreckend. Das musste irgendwie aus Korea oder Japan kommen; irgendwie war der Genuss dabei überhaupt nicht mehr relevant – nur noch das “Überleben”. Im Buch “Dune – der Wüstenplanet” gab es ja die Fremen-Anzüge… Alles ziemlich ähnlich Zwinkerndes Smiley 

Im Bild der Wärmetauscher für den Kragen, der Körperwärme aufnimmt, in Energie wandelt und gleichzeitig heizen kann. Dahinter die in die Halsarterien integrierten Energieabsorber und unten die Implantate zur Steuerung… Grausam…

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Na nach so etwas, muss man sich doch ein schönes Bierchen gönnen

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Lecker war es!

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Gibt es noch eines?

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Nö – jetzt gehen wir zum Camper…

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Kunst-Aktivisten, wobei ich die Aussagen unterstützen kann!

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Statische Akteure…

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Noch so ein Hoodie… Smiley

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Das war dann ein toller aktiver, lebender Darsteller Zwinkerndes Smiley Es gibt in und um Kassel so ca. 10.000 Waschbären. Alle durch ein 1932 ausgesetztes Pärchen – was eine Reproduktionsrate. Ja, ja – so sind die Nordamerikaner Zwinkerndes Smiley

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Am nächsten Tag dann frisch gestärkt, aber etwas später, da wir noch müde waren, erneut ins Getümmel…

Ein Glasknoten – wunderschön

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Hmmm – irgendwie war es ein wenig wenig… Bildchen aus einem Buch ausschneiden und dann einrahmen und aufhängen… Was uns der Künstler hiermit wohl sagen wollte?

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Nein – keine Sinnfragen bitte! Fledermaus

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Der Raum war wiederum sehr schön – Anti-Kriegs- und Freiheitslieder, die man in der Jukebox wählen konnte. Tolle Idee und eine Art von Ruheraum

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So, nach dann 8h in Summe haben wir die 6 Primärausstellungen gesehen und einiges der freistehenden Installationen. Alles in allem muss man sagen, dass es sicherlich interessant war, aber stellenweise schon extrem befremdlich. Nicht wegen des Inhaltes, sondern eher wegen dem “Nichtssagenden” der Kunst. Also irgendwo sollte Kunst eine nachvollziehbare Aussage haben – egal ob schön, hässlich, angenehm, erschreckend; in Kassel war nur so furchtbar vieles, wo man einfach nur “Häh” sagen kann. Da ist keine Aussage oder es ist so komisch gemacht, dass wir es nicht sehen / verstehen. Es gibt ein kleines Büchlein mit Anekdoten zur documenta und der Titel ist recht aussagekräftig und vielsagend: “ist das Kunst, oder kann das weg?”.

Um unsere kleine Kritik oben verständlicher zu machen – im Erdgeschoss des Fridericianum sind 2 sehr große Räume leer und es geht ein Luftzug durch – das heißt dann “Breeze”… Ok, gut – aber ich denke, dass es hunderte von Künstlern geben würde, die gerne hier in dem leeren Platz ausgestellt hätten.  In einem der Räume lag ein Taschentuch auf dem Boden und wir waren fast dran mit Tesafilm einen Rand darum zu machen – auch Kunst Zwinkerndes Smiley Was wir auch schade fanden ist, dass es extrem wenig zeitgenössische Beiträge gibt – ein Großteil ist zwischen 15 – 60 Jahre alt; dummerweise auch oftmals an den besten Ausstellungsplätzen; schade eigentlich…

Aber sei es drum – es war sehr interessant und viel Schönes war zu sehen! Tolle Ideen und auch viel Absonderliches (da stand erst “Schrott”, aber das ist dann doch zu subjektiv wertend und wurde daher substituiert…). Sicherlich würden wir auch auf die dOCUMENTA(14) gehen – allerdings sind wir doch nächstes Jahr auf die Bienale in Venedig gespannt – als weltgrößte Ausstellung zeitgenössischer Kunst sicherlich sehr spannend.

So, aber jetzt erst einmal Kanada – 3 Tage Vancouver mit Dim Sum, bis es uns aus den Ohren quillt und dann wandern, Natur, Natur, wandern (Reihenfolge ist beliebig austauschbar Zwinkerndes Smiley)

Kategorien:Reise allgemein

1 Kommentar

  1. Interesanti!
    Labu lidojumu!

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