Erste Eindrücke


Na prima – in meinem Zimmer ist ja doch Internet, was bedeutet, dass ich meinen Blog einfach und recht schnell weiterführen kann. Klasse! Ist alles nicht so einfach herauszufinden, da die Dame an der Rezeption kein Englisch spricht (gar nichts) und nur der Hotelmanager einigermaßen kommunizieren kann; da werden Dinge wie Laundry-Service dann zum Abenteuer, aber es klappt und die Leute sind absolut lieb. Vor allem gibt es immer wieder andere Gäste, die einem helfen und mit denen man dann ein nettes Schwätzchen halten kann – Chinesen sind sehr, sehr kommunikativ und auch kontaktfreudig. Nix kleine, huschige, schüchterne Arbeiter – das sind so richtige Brocken und auch Frauen; vor allem hat man Spaß am Leben mit essen, trinken und sonstigen Dingen – was man bei der 1-Kind-Politik aber nur vermuten kann, da der sichtbare Beweis fehlt

Wir leben hier im Zentrum von Beijing (= Peking auf Chinesisch / Englisch), welches sehr nah am Palast ist und sich “Hutong“-Gegend bezeichnet. Hutong sind die alten Siedlungen der Höflinge (oder hofnahen Personen), welche meist in sich geschlossene Häusergruppen aus 4-6 Gebäuden sind, die um einen zentralen Hof angeordnet sind. Viele dieser Hutong sind leider zerstört worden, aber scheinbar erkennt man nun die Bedeutung dieser schönen Wohneinheiten und fängt an sie auch korrekt zu restaurieren. Das Gute hier ist einfach, dass es sehr, sehr ruhig ist, da es eben eine Wohngegend darstellt – mit so gut wie keinem Autoverkehr.

Das ist zum Beispiel der Blick aus dem Zimmer von Ursi:

Schön kitschig der Eingang zu unserer Bleibe

Allerdings ist Luftverschmutzung und Dreck generell ein Problem, weswegen wir dazu übergingen, uns Doppelmasken zuzulegen und damit rumzulaufen. Unten die medizinische, darüber die Radfahrmaske. Sieht cool aus und hilft definitiv massiv mit der Luftverschmutzung klar zu kommen. Man muss das ja nicht (ungefiltert) einatmen…

So sieht Beijing im Oktober, an einem strahlendem Sommertag um 13:00 aus:

Ich glaube, man erkennt die Notwendigkeit

Die Hutong sind so zusagen die “Altstadt” von Beijing, der eigentliche Teil, wo Leute noch wie früher wohnen (stellenweise wohl literal zu verstehen). Demzufolge ist es stellenweise recht wüst…

Überall Lädchen

Und das erinnert doch sehr stark an kommunistische Städte

Sport ist im Volksinteresse

Aber ein Spielchen ist ja auch immer wieder schön

Stellenweise wird gesammelt, was immer und wo immer etwas da ist

Und die Wäsche wird eben auf der Strasse getrocknet und gewaschen

Die alten wunderschönen Eingänge

Mit Türknauf und Piercing

Auch Pflanzen trocknet man

Und gegessen wird überall…

Die Wahl der Transportmittel und Pausensnacks ist spannend

Noch so ein Grund für die Luft…

Fenster werden in der Strasse gebaut

Und wieder alte Höfe

Steinerne Wächter der Vergangenheit

In der Palastnähe sind die Gebäude dann schon einigermaßen renoviert

Oder es wird gerade gemacht – wie es scheint auch einigermaßen denkmalschutztechnisch korrekt

Nach so viel Stadt waren wir dann erst einmal im Teehaus und haben den besten Jasmin-Tee unseres Lebens, zusammen mit etwas klassischer Musik eingenommen – was ein Genuß und welche Entspannung!

So frisch gestärkt dann wieder auf die Straße zum Tian’Anmen-Platz mit Sicht auf die Halle des Volkes und weiter die Straße lang zur Fugängerzone und den Nachtmärkten

Dort dann war es wirklich ein wenig exotisch, aber die Lammnieren waren lecker! Das Gemüse schwamm leider in Öl und der Verkäufer recht unverschämt (immer alles doppelt gegeben, damit der Preis hochgeht…). Tja, man lernt eben immer wieder. Gemüse und Obst generell ist recht teuer – ganz anders als Fleisch. Man kann generell rechnen, dass man sich, wenn man alles essen kann so mit ca. 150 RMB / Tag (20 EUR) sehr gut und mit 90 RMB moderat gut ernähren kann (inkl. Getränken). Ab und zu kommt dann natürlich noch ein Ausflug zu einem besseren Restaurant, was dann mit ca. 500 – 600 RMB für 2 Personen zu Buche schlägt (70 – 80 EUR).

Viel Spaß beim Identifizieren

Die waren lecker!

Die werde ich noch versuchen… (Seidenraupen-Maden)

Das kennen wir – Darm

Warum muss man alles in Öl frittieren? Das wäre so lecker kurz und schnell angebraten…

So 200 m geht das dann

Seesterne

Und jetzt wird es dann wirklich wild…

Wir hatten dann doch noch richtig Hunger und waren in einem moderaten Essplatz (so ca. 240 RMB / 30 EUR für 2 Personen mit Bier und hartem Getränk – also recht billig)

Aber fettig…

Dann mein Versuch lokalen “Wein” zu versuchen…

Sieht spannend aus

Ah, eine kleine Flasche

Wie sieht das denn aus – Medizin?

Wird bestimmt gut

Oder nicht?

Der Geruch ist schon betörend…

Egal – schwapps abi

Kategorien:Beijing, China

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