Endlich woanders…


Endlich haben wir es geschafft und das Land des unbegrenzten Konsum, Wachstum und Wahnsinns verlassen. Am Ende war es dann nicht nur sehr amerikanisch sondern auch wirklich nervig und unangenehm. Nicht nur, dass ein Check-In bei einem “100% Professional Customer Service” dann sage und schreibe (bei fast leeren Schlangen) 30 Minuten dauert und einem alle Taschen und Kisten durch die nette amerikanische TAS (Flugsicherheit) nochmals geöffnet werden (alles…) wartet man dann 50 Minuten auf den Hotelshuttle, etc. pp. All das muss man ganz nett und leicht lächelnd ertragen, da man sonst angeraunzt wird, dass man doch hier nicht unfreundlich sein soll. Das beste aber ist dann, wenn Dich der Sicherheitscheck, der zum ersten Mal in seinem Leben etwas Macht bekommen hat, dies auch sofort spüren lässt indem er den Zugang verweigert mit der Begründung, dass im Pass Urzula (mit Z) und auf dem Ticket mit S steht. Ja, das ist dann schon gravierend… Interessanterweise passierte das auch einem anderen Pärchen vor uns – dummweise eine österreichische Diplomatenpassträgerin mit ihrem norwegischem Partner (auch Diplomatenpass); das gab dann Spaß Smiley Aber die Macht der Hierarchie gilt auch hier wieder und Obrigkeiten wird im Land der absoluten Freiheit bedingungslos gehorcht, weswegen dann die Intervention des Stationsleiters der Fluggesellschaft beim Leiter der Sicherheit auch Erfolg hatte. Die haben doch alle einen an der Waffel… Es gibt natürlich auch – wie überall – wahnsinnig liebe Leute, aber leider so werden die von den übermäßig lauten, aktiven Idioten immer wieder “verdeckt”. Amerikaner sind so extrovertiert…

Egal, wir sind dann schließlich und endlich nach 2 Tagen Reise von LA über Houston kommend in San Jose (Costa Rica) angekommen und es war einfach nur herzerfrischend einen freundlichen Beamten bei der Immigration zu haben, der einen anlächelt und auf die zaghaften spanischen Versuche mit einem glücklichen Lächeln reagiert. Nix Probleme nur “viel Spaß und gute Reise”. Toll! Dann den Mietwagen geschnappt und los ging es. Was wir dabei dann lernen mussten (nun gut, wir wissen es ja an sich, aber man vergisst es…) ist, dass 40 – 60 min Zeitaussage bei Lateinamerikanern doch ein relativ dehnbarer Begriff ist Zwinkerndes Smiley Zur Rush-Hour werden da locker auch mal 2-3h draus… Aber egal, nachdem wir die (kaum beschilderte) Umleitung um die Baustelle endlich hinter uns gelassen hatten (mit 10 Mal Rückfragen, wohin es dann wirklich geht und 3 widersprüchlichen Aussagen) ging es nach Cartago und von dort dann im letzten Tageslicht nach San Isidro de General über die Berge. Über die Berge heißt hier mal schlappe 3000 m und es wird dann auch nur noch 5° (im Vergleich zu den 27° am Meer nachts). Wie schade, dass wir das nicht gesehen hatten, aber wir wollten einfach nur ins Hotel. Nach denn in Summe weiteren 2,5h waren wir endlich dort und der eigentliche Spaß begann… Die Beschreibung lautete: “den Allrad einschalten und in Low-Gear im 2. Gang ohne Schaltwechsel hochfahren Nachdenkliches Smiley). Die Steigung war schon klasse – wir sind fast 300 m hochgefahren in einer Strecke von 1,5 km. Stellenweise war das wirklich so: “will ich da wirklich hoch? Schafft das das Töff-Töff?”. Aber es hat es geschafft und wir sind dann doch angekommen, bekamen noch ein nettes Abendessen und dann unser Domizil. Dort dann allerdings auch erst einmal der kleine Schock festzustellen, dass es keine Klimaanlagen gibt… Bei 27°… Hmmm – Urwald pur. Ist ja absolut genial die ganzen Tiere zu hören und alles zu sehen, aber am Anfang war das dann schon ein wenig erschreckend. Hat sich dann aber doch als recht akzeptabel herausgestellt, da die ganzen Zimmer fast nur Moskitonetze als Fenster haben und daher kann man beim Schrei der Vögel, Affen, etc. einschlafen. Die ersten Brüllaffen wecken einen zwar morgens auch wieder, aber es ist schön!

Das erste der Bilder ist der Blick aus dem “Wohnzimmer”

DSCN8259

und das ist der vom Schlafzimmerbalkon

DSCN8262

Im Hintergrund der Pazifik und davor der Regenwald im privaten Park des Hotels (ich glaube so 700 Hektar)

Wir werden auf jeden Fall hier erst einmal ein paar Tage die Füße hochlegen, nichts tun und uns von der bisherigen Reise ein wenig erholen. Dabei dann Vögel beobachten, etwas laufen und einfach gemütlich sein. Also nicht zu viel an Blogs erwarten (dafür muss ich dann auch jedes Mal “runter”, da unser Häuschen deutlich höher als die Rezeption ist), Bilder wird es aber geben Zwinkerndes Smiley

Kategorien:Costa Rica

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